12. Februar 2017

[Rezension] In Wahrheit wird viel mehr gelogen


In Wahrheit wird viel mehr gelogen | von Kerstin Gier |
Verlag: Bastei Lübbe | Liebesroman | 272 Seiten |
Taschenbuch | € 8,99 Kaufen?

***

[INHALT]
Carolin ist sechsundzwanzig - und ihre große Liebe gerade gestorben. Wirklich gestorben, nicht nur im übertragenen Sinne tot. In ihrer Trauer muss sie sich nun mit ihrem spießigen Exfreund um ein nicht gerade kleines Erbe streiten. Kein Wunder also, dass Caro sich das erste Mal in ihrem Leben betrinkt, zu einer Therapeutin geht und ein kleines Vermögen für Schuhe ausgibt. Und sich von Idioten umzingelt fühlt. Zum Glück ist Carolin in ihren schwärzesten Stunden nicht allein, und ihre besorgte Familie und ein ausgestopfter Foxterrier mit Namen "Nummer zweihundertdreiundvierzig" helfen ihr bei einem Neuanfang ... (Klappentext)


[MEINE MEINUNG]
Eigentlich lese ich ja gerade den dritten Band von Zeitenzauber. Und eigentlich habe ich ja auch noch andere Bücher auf meiner Leseliste. Aber ganz eigentlich habe ich mir ja vorgenommen, nur noch zu lesen, wonach mir gerade ist und mir war dann am Dienstag nach schöner leichter Kost. Außerdem kann man mit den Romanen von Kerstin Gier nie etwas falsch machen und daher musste dieses dann doch endlich mal daran glauben.

Was mich nie so für das Buch begeistern konnte, war die Beziehung einer 26-Jährigen zu einem 52-Jährigen. Ich kann sowas nicht verstehen, auch wenn das jeder für sich selbst entscheiden soll. Für mich wäre das nur nichts. Daher hatte ich nie so recht Lust, dieses Buch zu lesen. Doch dann habe ich es begonnen und fand die Geschichte einfach nur toll! Lange habe ich kein ganzes Buch mehr an einem Abend gelesen, doch hier konnte und wollte ich einfach nicht aufhören mit dem Lesen. Ich habe mich hier mal wieder richtig in Kerstin Gier verliebt und finde es fast schade, dass sie jetzt nur noch Jugendbücher schreibt. Ihre Frauenromane finde ich fast noch besser!

Carolin ist die Heldin dieser Geschichte und diese setzt kurz nach dem Tod ihres Mannes Karl an. Karl war doppelt so alt wie sie und der Vater ihres Exfreundes. Zunächst klingt das verstörend, aber wenn man die Umstände erfährt, wie sie zueinander fanden, dann ist die Beziehung der Beiden aus einem ganz neuen Blickwinkel zu sehen. Ich mochte die Beiden als Paar und vor allem Carolin, das Wunderkind, mag ich sehr. Sie ist klug und damit meine ich nicht, dass sie einfach ein helles Köpfchen hat. Nein, sie ist oberklug, hat einen IQ von etwa 150, die Schule frühzeitig beendet, spricht 5 Sprachen, spielt Mandoline und Cembalo und studiert ein Fach nach dem nächsten. Und sie hält alle Menschen für Idioten. Ich fand es sehr amüsant ihren Gedankengängen zu lauschen und ihre kratzbürstige Art zu erleben.

Neben ihr gab es natürlich noch andere Charaktere, die mir ans Herz gewachsen sind, allen voran ihre Schwester Mimi und deren Mann Ronnie. Nach Karls Tod ist Carolin bei ihnen eingezogen und die Beiden kümmern sich wirklich liebevoll um sie. Und dann gibt es da noch den Apotheker, der es mir wirklich angetan hat. Aber über ihn solltet ihr selbst mehr herausfinden. :)

Auf jeden Fall war das eine schöne Geschichte über Verlust, die aber dennoch nicht zu traurig ist. Kerstin Gier hat halt auch hier wieder eine sehr humorvolle Art gefunden, das Leben von Carolin zu schildern, sodass ich es gerne verfolgt habe. Ich bin begeistert von dieser Geschichte und würde gerne noch mehr davon lesen. Bitte, bitte, liebe Kerstin, schreib doch mal wieder ein paar neue Romane, gerne auch eine Reihe!

[FAZIT]
Wirklich schöner Roman, über eine große Liebe und das Leben danach. Dabei hat mich vor allem die ganz besondere Heldin begeistert. Auch der Humor ist hier wieder nicht zu kurz gekommen, denn Kerstin Gier kann einfach super Geschichten schreiben! Bitte mehr davon!

5 von 5 Herzen


Nine <3

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